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	<title>Stoppt Rassismus!</title>
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	<description>Für eine tolerante Welt</description>
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		<title>Rassismus &#8211; wie weit verbreitet ist er und was kann dagegen getan werden?</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann jeder einen Beitrag gegen Rassismus leisten und die Welt ein bisschen besser machen? Die Antwortet lautet &#8220;Ja&#8221;. Jeder Bürger, egal zu welcher Nationalität er gehört, kann seinen Anteil leisten, dass Zusammenleben mit Nachbarn, Arbeitskollegen und Schulkameraden fairer und toleranter zu gestalten. Verhalten Sie sich Ihren Mitmenschen gegenüber respektvoll und tolerant! Vermeiden Sie Beschimpfungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.stopracisme.ch/wp-content/uploads/2012/01/zivilcourage-300x200.jpg" alt="" title="zivilcourage" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-17" /><strong>Kann jeder einen Beitrag gegen Rassismus leisten und die Welt ein bisschen besser machen? Die Antwortet lautet &#8220;Ja&#8221;. Jeder Bürger, egal zu welcher Nationalität er gehört, kann seinen Anteil leisten, dass Zusammenleben mit Nachbarn, Arbeitskollegen und Schulkameraden fairer und toleranter zu gestalten. Verhalten Sie sich Ihren Mitmenschen gegenüber respektvoll und tolerant! Vermeiden Sie Beschimpfungen und diskriminieren Sie niemanden bezüglich seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft! </strong></p>
<h2>Wie können Sie Ihren Beitrag gegen Rassismus leisten?</h2>
<p>Der Rassismus ist ein psychologischer und sozialer Konflikt. Es handelt sich hierbei um Gruppenauseinandersetzungen, die bis weit in die frühe Menschheitsgeschichte zurückgehen. Sie selber können viel gegen Rassismus bewirken, wenn Sie es nur wollen. Was können Sie zum Beispiel tun, wenn jemand wegen seiner Hautfarbe auf offener Straße oder im Bus angegriffen wird? Als erstes sollten Sie nicht wegschauen, sondern zeigen Sie Zivilcourage. Es gibt kein Patenrezept und erfordert auch eine gewisse Portion Mut aber so tragen Sie dazu bei, dem Rassismus die Stirn zu bieten. Es ist jedem natürlich selber überlassen, wie viel Risiko er eingeht ohne selbst gesundheitliche Schäden davon zu tragen. In jedem Fall muss die Polizei verständigt werden. Gehen Sie aber nicht davon aus, dass sich die anderen darum kümmern werden, sondern ergreifen Sie selbst die Initiative. Es bringt nicht viel mit dem Angreifer zu reden, da sich dieser auf solche &#8220;intellektuellen Diskussionen&#8221; erst gar nicht einlässt. Treten die Täter in einer Gruppe auf, hat der Anführer dann sogar Angst, dass seine Autorität in der Gruppe untergraben wird. Versuchen Sie nicht Abwehrwaffen einzusetzen, sondern verwenden Sie lieber Signalgeräte wie Trillerpfeifen. Damit kann der Angreifer in den ersten Sekunden geschockt werden und man erregt gleichzeitig Aufmerksamkeit. Fangen Sie laut an zu schreien und fordern Sie umstehende Passanten auf mitzumachen. Die Situation wird nun für den Angreifer unvorhersehbar und riskant. Er lässt vielleicht von seinem Opfer ab und ergreift die Flucht. Pfefferspray oder Dosen sind ebenfalls ein gutes Mittel sich dem Täter zur Wehr zu setzen und dem Opfer damit zu helfen.</p>
<h2>Rechtsextreme Aufmärsche sind immer noch weit verbreitet</h2>
<p>Da in Deutschland Demokratie herrscht, besteht das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Deshalb ist es sehr schwierig Aufmärsche von extrem rechten Parteien oder Kundgebungen von Neofaschisten zu untersagen. Ein bekanntes Beispiel sind die jährlich wiederkehrenden Märsche von Neonazis am 01. Mai in Berlin Kreuzberg, die von einer Polizeieskorte begleitet werden. Insbesondere, wenn viele Nazis sich versammeln, fühlen sie sich stark und unangreifbar. Was können Sie tun? Sie können sich einer Gegendemonstration anschließen und versuchen den Nazis den Weg zu versperren. Bei so viel Gegendruck, kann es durchaus passieren, dass der Aufmarsch von der Polizei abgebrochen und aufgelöst wird. </p>
<h2>Bieten Sie dem Rassismus die Stirn</h2>
<p>Jeder Mensch kann verhindern, dass der Rassismus in Deutschland oder auch in anderen Ländern zunimmt. Ein Arbeitgeber darf einen ausländischen Angestellten nicht aufgrund seiner Herkunft schlechter bezahlen. Jeder einzelne muss Menschen anderer Hautfarbe und Herkunft respektieren und tolerieren. Versetzten Sie sich einmal in die Lage eines Opfers und sagen Sie &#8220;Nein, zum Rassismus!&#8221; Dazu muss der Staat ebenfalls umdenken: Es sollte Gesetzesänderungen geben, die rechtsextreme Kundgebungen und Aufmärsche verbieten. Strafen für ausländerfeindliche Übergriffe müssen erhöht werden, um potenzielle Täter abzuschrecken. </p>
<p>Bildquelle: T. Michel &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Ehrenämter &#8211; wie könnte man sie schmackhaft machen?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 15:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrenämter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehrenämter sind der Kitt, ohne den vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren würde. Tatsächlich engagiert sich knapp jeder dritte Deutsche ehrenamtlich- mit stark abnehmender Tendenz. Die Gründe dafür liegen vor allem im ökonomischen Wandel und in der oft fehlenden sozialen Anerkennung. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten Ehrenämter zu mehr Ansehen zu verhelfen. Der Mensch als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.stopracisme.ch/wp-content/uploads/2012/01/altenpflege-300x200.jpg" alt="" title="Pflegerin mit Seniorin" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-14" /><strong>Ehrenämter sind der Kitt, ohne den vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren würde. Tatsächlich engagiert sich knapp jeder dritte Deutsche ehrenamtlich- mit stark abnehmender Tendenz. Die Gründe dafür liegen vor allem im ökonomischen Wandel und in der oft fehlenden sozialen Anerkennung. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten Ehrenämter zu mehr Ansehen zu verhelfen.</strong></p>
<h2>Der Mensch als soziales Wesen</h2>
<p>Auf den ersten Blick klingen die Zahlen imposant und beeindruckend. In Deutschland sind über 23 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig, vor allem in kirchlichen Einrichtungen, in Vereinen, Verbänden und Initiativen. Ehrenamtlich bedeutet, dass die Tätigkeit nicht auf ein finanzielles Entgelt ausgerichtet ist, sondern dass der Gesellschaft ein Mehrwert auf sozialer Ebene gegeben wird. Dabei umfasst das Ehrenamt einen großen Bereich im öffentlichen Leben, was den meisten Menschen nicht bewusst ist. Denn nicht nur die klassischen Felder, etwa als freiwillig Engagierter in einer kirchlichen Organisation, oder als Fußballtrainer einer Amateurmannschaft fallen darunter, sondern auch wichtige Bereiche in der Organisation des öffentlichen Lebens: etwa in der freiwilligen Feuerwehr, in der Sozialarbeit oder bei gemeinnützigen Hilfsorganisationen. Der Lohn bei solchen Tätigkeiten liegt nicht im Finanziellen, sondern darin, gemeinnützig etwas für die Gesellschaft zu tun und diese zu verbessern. Tatsächlich ist dies, nämlich der Glaube, etwas Gutes und Gemeinnütziges zu tun, der Hauptgrund für eine ehrenamtliche Tätigkeit. </p>
<h2>Wie lässt sich soziale Verantwortung fördern? </h2>
<p>Wie aber kommt es nun, dass vor allem in letzter Zeit immer mehr Menschen sich von einer ehrenamtlichen Tätigkeit abwenden? Und vor allen: was kann man dagegen tun? Die Gründe sind vielfältig und auch immer individuell, dennoch lassen sich in den letzten Jahren einige Grundtendenzen beobachten, warum ehrenamtliche Tätigkeiten an Attraktivität verlieren. Ein Grund ist sicherlich die erhöhte Belastung im normalen Berufsleben. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit steht der eigene Broterwerb im Vordergrund. Eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken, wäre sicherlich, auch im Ehrenamt einen erhöhten finanziellen Ausgleich zu bieten. Ein weiterer Grund für die abnehmende Anzahl an Ehrenämtern ist die Tatsache, dass diese von der Gesellschaft nicht immer angemessen anerkannt werden. Zwar gibt es durchaus auch hier schon Bemühungen, etwa durch die Vergabe von Auszeichnung, doch ist dies noch verbesserungswürdig, da solche Meldungen im Nachrichtenalltag leicht untergehen. Generell sollte das Ehrenamt eine größere, öffentliche Anerkennung finden. Weitere Möglichkeiten zur Förderung von Ehrenämtern kann etwa durch steuerliche Vorteile und den Ausbau der kostenlosen, ehrenamtlichen Versicherungspflicht erreicht werden.</p>
<h2>Die Gesellschaft im Fokus</h2>
<p>Doch all diese Arten das Ansehen des Ehrenamtes zu steigern, greifen vielfach zu kurz. Denn, wie bereits erwähnt, ein ehrenamtlich Engagierter übt seine Tätigkeit gerade nicht aus, um sich selber einen Vorteil zu verschaffen. Zwar kann man durchaus Anreize schaffen, um Menschen ein Ehrenamt schmackhaft zu machen, doch der wahre Wert dieser Arbeit liegt darin, etwas zu geben, anstatt zu nehmen und einen Sinn und Zweck in der Gesellschaft zu erfüllen. Dieses Gefühl des Gebrauchtseins und der eigenen Wichtigkeit sind die größten Antriebsfedern, um eine solche Tätigkeit auszuüben. Und das jeder einzelne, stellvertretend für die Gesellschaft, dies anerkennen sollte- das ist die höchste Form des Antriebs.<br />
Image: Gina Sanders &#8211; Fotolia</p>
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		<title>Vereinigungen gegen Rassismus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 15:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade in den letzten Monaten ist die Debatte zum Thema Rassismus einmal mehr in Deutschland entflammt und sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Nach den rassistisch motivierten Morden in der Bundesrepublik tauschten sich Medien, Bürger und Politiker über Ursachen, Strafen und vor allem über Präventionsmaßnahmen bezüglich fremdenfeindlicher Gewalttaten aus. Besonders hohes Ansehen und Gehör finden in solchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.stopracisme.ch/wp-content/uploads/2012/01/demonstration2-300x200.jpg" alt="" title="Demonstration" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-11" /><strong>Gerade in den letzten Monaten ist die Debatte zum Thema Rassismus einmal mehr in Deutschland entflammt und sorgte für reichlich Diskussionsstoff. Nach den rassistisch motivierten Morden in der Bundesrepublik tauschten sich Medien, Bürger und Politiker über Ursachen, Strafen und vor allem über Präventionsmaßnahmen bezüglich fremdenfeindlicher Gewalttaten aus. Besonders hohes Ansehen und Gehör finden in solchen Tagen die Vereinigungen gegen Rassismus.</strong></p>
<h2>Europäisches Netzwerk gegen Rassismus</h2>
<p>Eine dieser Vereinigungen ist das große Europäische Netzwerk gegen Rassismus, das 1997 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Brüssel hat. Das Jahr 1997 stand unter dem Motto &#8220;Europäisches Jahr gegen Rassismus&#8221;, was ausschlaggebend für die Gründung war. Bis 1999 bestand das Netzwerk bereits aus über 600 verschiedenen Organisationen, die in einer gemeinsamen Interaktion an einer gemeinsamen Arbeitsebene gegen Fremdenfeindlichkeit zu arbeiten. Innerhalb des Netzwerks gilt ein quasi hierarchisches System, das sich in 27 Gruppierungen unterteilt, die jeweils verschiedenen Nationen zugeteilt sind, aus denen jeweils zwei Mitglieder zu der &#8220;allgemeinen Zusammensetzung&#8221; des Netzwerks gehören und damit in hohen Positionen die führenden Aufgaben übernehmen. Die primären Ziele bestehen, ausgehend von der Beachtung von Gleichheit, aus Strategien zur erfolgreichen Integration, über Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen, bis hin zu Empfehlungen an die europäische Politik. Zur Unterstützung strebt die Vereinigung auch stets die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen an, die sich gegen Rassismus engagieren. Bis heute verzeichnet das Netzwerk große Erfolge, ist hoch angesehen und pflegt eine gute Beziehung zur europäischen Politik.</p>
<h2>Netz gegen Nazis</h2>
<p>Auch im Internet wird zunehmend gegen rassistische Attacken präventiv vorgegangen. Gerade in öffentlichen Chatrooms und sozialen Netzwerken fühlen sich rassistisch motivierte Täter oft anonym und dadurch sehr geschützt, weshalb sie diese Plattformen nutzen, um andere zu beleidigen, zu bedrohen oder rechtsextreme Propaganda zu verbreiten. Um auch online gegen Rassismus agieren zu können, wurde das Internetportal &#8220;Netz gegen Nazis&#8221; geschaffen. Gegründet und nach wie vor betrieben wird die Online-Organisation von der Amadeu Antonio Stiftung in Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen, Organisationen und Verlagen wie der &#8220;Zeit&#8221;, dem deutschen Fußballbund und den sozialen Netzwerken Studi-, Schüler-, und MeinVZ. Ziel der Organisation ist es, möglichst viele Menschen zur Wachsamkeit und vor allem zur aktiven Mitarbeit gegen rassistische Cyber-Attacken zu motivieren. Besonders viel Wert wird dabei auf die Ablehnung jeglicher extremistisch politischer Haltung gelegt. Die Wahrung der Demokratie ist eines der höchstens Ziele des Portals. Von der Öffentlichkeit und der führenden Politik wird das Portal als äußerst tugendhaft und wirkungsvoll angesehen. Gerade wegen seiner Kontakte zu jungen Menschen hat die Organisation einen hohen Grad an positivem Einfluss.</p>
<h2>Rassismus wird in der Gesellschaft nicht wortlos hingenommen</h2>
<p>Trotz der kulturellen Offenheit Europas, ist deutlich zu erkennen, dass Rassismus noch lange nicht aus dem Alltag vieler Orte verschwunden ist. Nach wie vor zeigen Kriminalitätsstatistiken, dass rassistische Übergriffe noch häufig vorkommen, was oftmals auf Vorurteilen und blinder Wut basiert. Vereinigungen gegen Rassismus sind daher ungemein wichtig, um gegen diese Wut, den Fremdenhass und die Gewalt vorzugehen. Und die Zahlen der Mitglieder zeigen ebenso deutlich, dass die Bereitschaft dazu in der Bevölkerung vorhanden ist. Wachsamkeit ist dabei jedoch der wichtigste und stärkste Faktor. Um aktiv agieren zu können, muss der Bürger die Augen offen halten und vor allem nicht wegsehen. Nur so können die gemeinsamen Ziele für ein multikulturelles Zusammenleben in Harmonie erreicht werden. </p>
<p>Dieses Bild: Robert Neumann &#8211; Fotolia.com</p>
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		<title>Demonstrationen &#8211; ab wann gehen sie zu weit?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 15:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demonstrationen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Demonstrationen sind ein gesellschaftliches Phänomen, das sich in jedem Winkel unserer Welt beobachten lässt. Sie dienen vornehmlich der öffentlichen Aufmerksamkeit &#8211; der Kundgebung von Ansichten einer bestimmten Meinungsgruppe, gepaart mit der Zielsetzung einen Meinungsumschwung in der breiten Masse oder der Politik zu bewirken. Der Grundgedanke der Meinungsäußerung ist ein friedlicher, dennoch kommt es immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.stopracisme.ch/wp-content/uploads/2012/01/demo-300x195.jpg" alt="" title="demonstration am brandenburger tor" width="300" height="195" class="alignleft size-medium wp-image-6" /><strong>Demonstrationen sind ein gesellschaftliches Phänomen, das sich in jedem Winkel unserer Welt beobachten lässt. Sie dienen vornehmlich der öffentlichen Aufmerksamkeit &#8211; der Kundgebung von Ansichten einer bestimmten Meinungsgruppe, gepaart mit der Zielsetzung einen Meinungsumschwung in der breiten Masse oder der Politik zu bewirken. Der Grundgedanke der Meinungsäußerung ist ein friedlicher, dennoch kommt es immer wieder auch zu Gewaltakten. Es stellt sich also die Frage, wie weit eine Demonstration gehen darf.</strong></p>
<h2>Die Demonstration &#8211; ein klar definiertes deutsches Bürgerrecht</h2>
<p>Die Demonstration gehört in Deutschland zum Grundrecht eines jeden Bürgers, resultierend aus der Meinungsfreiheit per Grundgesetz. Obwohl das Versammlungsrecht Massenversammlungen grundsätzlich erst einmal verbietet, wohnt der Demonstration eine Sonderstellung inne. Sie muss zwar angemeldet, aber nicht genehmigt werden. Als einzige Ausnahme wird die potentielle Gefahr der öffentlichen Sicherheit angeführt. Unter diesem Kontext ergibt sich die gesellschaftliche, rechtliche, sowie politische Annahme, dass eine Demonstration per Definition eine rein friedliche Meinungskundgebung darstellen darf, deren Inhalte grundsätzlich nicht vorgeschrieben &#8211; also zensiert &#8211; werden, deren Ausübung aber klaren Regeln, nämlich denen des Strafrechts, unterliegt. Damit stellt das deutsche Demonstrationsrecht mit deutlichem Abstand eines der freiheitlichsten auf der ganzen Welt dar, und steht im krassen Gegensatz zu einem totalitären Regierungskonzept. Das Recht zur Demonstration ist somit die pure Verkörperung des demokratischen Leitgedankens.</p>
<h2>Meinungsäußerung versus Meinungsmache &#8211; ein Paradigmenkonflikt</h2>
<p>Demonstrationen sind wichtig. Sie fördern und fordern die breite Weltanschauung, decken Missstände auf, und rücken diese in das öffentliche Straßenbild. Sie dient dem Gehörtwerden; Der erste Passus einer jeden Demonstration ist also die Aufmerksamkeit, und die Hoffnung auf eine Änderung (Verbesserung) der angekreideten Situation. Allerdings bewirkt gerade diese Intention den Paradigmenkonflikt, denn eine Demonstration ohne Wirkung ist eine Demonstration die wiederholt werden muss. Eine Anhörungs- oder gar Reaktionsverpflichtung seitens Unternehmen, Politik und Bürger gibt es nicht. Als Demonstrant ist man sowohl auf das Wohlwollen der Zuhörer angewiesen, als auch auf die eigenen Argumente. Das führt nicht selten zu Frust. Der tiefe Wunsch nach Veränderung ist fundamental, und ein Scheitern bekräftigt diesen Wunsch. Das Problem in dieser Angelegenheit kristallisiert sich heraus, wenn man von der rein logischen Betrachtungsweise kurz Abstand nimmt, und den menschlichen und individuellen Faktor betrachtet. Der Demonstrant hält seine Meinung für die einzig richtige, oder zumindest die des Demonstrationsobjekts für falsch. Umgekehrt ist dies jedoch ebenso der Fall, und nicht minder fundamental. Der Interessenskonflikt als Auslöser ist somit auch der Brandherd für potentielle Entgleisungen.</p>
<h2>Lösungsansätze für produktives Demonstrationsdenken</h2>
<p>Die grundsätzliche Frage, die sich in dieser Angelegenheit stellt, ist die, wie weit eine Demonstration gehen darf um ihre Ansichten zu verteidigen. Denn faktisch ist es so: Bleibt die Meinungskundgebung ohne Wirkung, entsteht nur allzu häufig der Gedanke, man müsse die Maßnahmen verschärfen. Es entsteht eine Eigendynamik. Der anfängliche friedliche Gedanke kann in einer Massendynamik schnell aus dem Ruder laufen. Damit eine Demonstration aus rechtlicher Sicht korrekt verläuft, darf in ihrem gesetzten Rahmen keine Straftat verübt werden. Aus rationaler Sicht betrachtet, ist also das Strafgesetzbuch (alternativ das Zivilrecht) die Instanz, die besagt wie weit eine Demonstration gehen darf. Es gibt allerdings noch einen ganz anderen Aspekt, nämlich den der öffentlichen Akzeptanz. Eine Kundgebung, die ihr sachliches &#8211; und somit friedliches &#8211; Fundament verlässt, verliert dabei gleichzeitig an argumentativem Boden. Die Meinung als solche tritt in den Hintergrund. Das Endprodukt bleibt der angerichtete Schaden, der sich unter anderem darin äußert, dass sich die Öffentlichkeit von einer Meinung distanziert. Ausschreitungen schaden der Sache folglich mehr als sie nutzen. </p>
<h2>Für die Sache &#8211; im Sinne der Sache</h2>
<p>Demonstrationen haben keinen radikalen Leitgedanken, außer den, die Meinungen Anderer zu beeinflussen. Die Welt demonstriert gegen Gewalt, niemals für sie. Am Beispiel Castor verhält es sich beispielsweise so, dass die Demonstration auf die Gefahren von Atommüll aufmerksam machen soll. Es ist also im Sinne der Sache, die Gefahren einer breiten Masse zugänglich zu machen, sie aber nicht einer tatsächlichen Gefahr durch Atommüll auszusetzen. Es steht also immer das Allgemeinwohl und das Wohl des Einzelnen im Vordergrund. Sowohl sachlich, rational, als auch ethisch darf eine Demonstration in demokratischem Rahmen nur so weit gehen, dass keine Sache und kein Leben indirekt oder direkt in Mitleidenschaft gezogen werden. Alles darüber hinaus wäre nicht nur strafbar, sondern auch kontraproduktiv. </p>
<p>Quelle des Fotos: moonrun &#8211; Fotolia</p>
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